| Jugendwaldheim Urft |
Konzept für Nachfolgenutzung gesuchtVon Bernd Kehren, 26.07.11, 07:01h Auf seiner Sommertour machte Karl-Josef Laumann, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, gestern Halt im Jugendwaldheim in Urft. Die Einrichtung soll nämlich wegen eines Jugendwalheims in Vogelsang geschlossen werden.
URFT - Auf seiner Sommertour machte Karl-Josef Laumann, der Fraktionsvorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, gestern Halt im Jugendwaldheim in Urft. CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Voussem hatte die Besichtigung angeregt. Seit 1972 werden in dem vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen unterhaltenen einzigen Nationalpark-Jugendwaldheim in NRW vornehmlich für Kinder im Grundschulalter Wald-Lehrgänge durchgeführt.
Die Einrichtung ist noch für zwei Jahre ausgebucht. Weil in Vogelsang ein Jugendwaldheim eingerichtet wird, soll die Einrichtung in Urft geschlossen werden. Bürgermeister Herbert Radermacher und der Kaller CDU-Fraktionschef Toni Mießeler nutzten den Besuch Laumanns, um sich für eine Nachfolgenutzung des Hauses einzusetzen. Von NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) war den Kallern zugesagt worden, dass der Landesbetrieb Wald und Holz bis zum 30. Juni einen Vorschlag unterbreiten werde, was aus der Einrichtung in Urft werden soll. Peter Bergen vom Landesbetrieb versprach, dass nach der Sommerpause ein Konzept vorgelegt werde.
Wie Radermacher und Mießeler erklärten, sind die Kaller nicht untätig geblieben. Sie haben sich mit verschiedenen Behörden bezüglich einer Nachfolgenutzung in Verbindung gesetzt. Radermacher hat mit Jan Lembach, dem Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, Kontakt aufgenommen. Lembach hat mit einem Berliner Büro zusammengearbeitet, das Konzepte für Nachfolgenutzungen erstellt. Laut Radermacher liegt ein akzeptables Angebot des Büros vor. Die Kaller bieten dem Ministerium nun an, das Fachwissen dieses Büros zu nutzen. Toni Mießeler erinnerte daran, dass der damalige NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) und Frank-Dietmar Richter, der ehemalige Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, versprochen hätten, den Standort Urft zu halten. Mießeler: „Damals war längst etwas anderes beschlossen, das nicht bis hierhin durchgedrungen ist.“ Jugendwaldheime würden zwar Kosten verursachen, leer stehende Gebäude aber auch. Es gebe fünf Jugendwaldheime in NRW, darunter das in Raffelsbrand, sagte CDU-Landtagsabgeordnete Rolf Seel. Er äußerte die Befürchtung, dass demnächst auch dieses Jugendwaldheim wegen des Standorts in Vogelsang „platt gemacht“ werden könnte. Radermacher sieht durch den Bau der Jugendherberge in Vogelsang auch den Bestand der Herbergen in Hellenthal und Gemünd gefährdet. Laumann gab zu, dass das Land Geld in die Hand nehme , um in Vogelsang zu bauen, während gleichzeitig die „Jugendinfrastruktur“ drum herum gefährdet werde. Die Landtagsfraktion müsse in Kürze ein Konzept erarbeiten, um dem entgegenzuwirken.
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